Runde der letzten 32 abgeschlossen: Argentinien zittert sich weiter, Ägypten schreibt Geschichte
Mit dem 3. Juli ist die Runde der letzten 32 vollständig gespielt, und das Achtelfinal-Feld der WM 2026 steht komplett. Der letzte Turniertag der Sechzehntelfinal-Runde hatte alles: einen Weltmeister, der über 120 Minuten um sein Weiterkommen bangte, eine afrikanische Mannschaft, die ihren grössten WM-Moment seit fast einem Jahrhundert erlebte, und einen Gruppensieger, der ohne grosses Spektakel, aber effizient weiterkam. Die Frage, die sich für die Wett-Einordnung stellt: Sind das Ergebnisse mit Substanz – oder hat das Losglück der K.-o.-Runde entschieden? (Stand 4. Juli 2026 morgens ET)

- Die Ergebnisse des 3. Juli im Überblick
- Argentinien – Kap Verde: der Weltmeister am Rande des Aus
- Ägypten – Australien: der grösste ägyptische WM-Moment seit 1934
- Kolumbien – Ghana: der leise, effiziente Sieg
- Dafür: Diese Ergebnisse haben sportliche Substanz
- Dagegen: Ohne die K.-o.-Lotterie sähe das Feld anders aus
- Mythos und Realität
- Fazit
Die Ergebnisse des 3. Juli im Überblick
Drei Partien schlossen die Runde der letzten 32 ab. Alle drei Sieger stehen nun im Achtelfinal (Runde der letzten 16), das vom 4. bis 7. Juli ausgetragen wird.
| Partie | Ergebnis | Entscheidende Szenen |
|---|---|---|
| Argentinien – Kap Verde | 3:2 n.V. | Messi (29.), L. Martínez (92.), Romero (111.); Duarte (59.), Lopes Cabral (103.) |
| Australien – Ägypten | 1:1 n.V., 2:4 i.E. | Ashour (13.); Hany (55. Eigentor); Ägypten im Penaltyschiessen |
| Kolumbien – Ghana | 1:0 | Arias (14.) |
Argentinien und Kolumbien sind bereits qualifiziert gewesen, was den Kreis auf 16 Mannschaften schliesst. Ausgeschieden sind Australien, Kap Verde und Ghana.
Argentinien – Kap Verde: der Weltmeister am Rande des Aus
Es war die Partie des Tages, und sie verlief anders als von den Buchmachern erwartet. Argentinien ging durch Lionel Messi in der 29. Minute in Führung – sein Treffer war je nach Zählweise der Statistikdienste sein sechstes oder siebtes Turniertor, die Quellen sind sich hier nicht einig. Doch Kap Verde glich in der 59. Minute durch Duarte aus und hielt das Spiel offen. Lautaro Martínez brachte die Albiceleste in der 92. Minute erneut in Führung, ehe Lopes Cabral in der 103. Minute – schon in der Verlängerung – zum 2:2 traf. Erst Cristian Romero köpfte in der 111. Minute nach einer Messi-Ecke den 3:2-Siegtreffer.
Für die Markteinordnung ist der Auftritt aufschlussreich. Argentiniens Turniersieg-Quote verkürzte sich in den 24 Stunden nach dem Spiel von rund 5.10 auf 4.70 – der Markt honoriert also das Weiterkommen, nicht die Art und Weise. Wer den Auftritt sah, konnte durchaus Zweifel bekommen: Ein Weltmeister, der gegen einen WM-Neuling über die volle Distanz gehen muss, ist keine Demonstration der Stärke.
Messi hat mit seinem Treffer gegen Kap Verde in acht aufeinanderfolgenden WM-Spielen getroffen und führt die Torschützenliste des Turniers mit an. Seine WM-Karrierebilanz von 19 Turniertoren ist Rekord – Kylian Mbappé folgt mit 18 auf dem zweiten Rang.
Ägypten – Australien: der grösste ägyptische WM-Moment seit 1934
Die zweite Partie lieferte die Turnier-Erzählung des Tages. Ägypten ging durch Ashour in der 13. Minute in Führung, kassierte in der 55. Minute durch ein Eigentor von Hany den Ausgleich und rettete sich in die Verlängerung. Im Penaltyschiessen setzte sich Ägypten mit 4:2 durch – Mohamed Salah verwandelte im Shootout. Es ist Ägyptens erster K.-o.-Sieg bei einer WM überhaupt und der grösste Erfolg seit dem WM-Auftritt von 1934.
Salah fand nach dem Spiel deutliche Worte: „It’s history. I told the boys before the game ‚this is the biggest stage you can play in your life so just enjoy it.’" (Das ist Geschichte. Ich habe den Jungs vor dem Spiel gesagt: Das ist die grösste Bühne, auf der ihr in eurem Leben spielen könnt – also geniesst es einfach.) Und weiter: „I don’t know if it’s my last World Cup or not, so I had to do it." (Ich weiss nicht, ob es meine letzte WM ist oder nicht, also musste ich es tun.)
Nüchtern betrachtet: Ägypten hat im Achtelfinal am 7. Juli mit Argentinien den denkbar schwersten Gegner gezogen und wird als klarer Aussenseiter geführt. Doch der emotionale Wert dieses Sieges steht ausser Frage.
Kolumbien – Ghana: der leise, effiziente Sieg
Im Schatten der beiden Dramen kam Kolumbien souverän weiter. Jhon Arias erzielte in der 14. Minute das einzige Tor des Spiels, danach verwaltete die Mannschaft von Beginn an die Führung. Kolumbien beendet die Gruppenphase und die Runde der letzten 32 ungeschlagen und trifft im Achtelfinal am 7. Juli auf die Schweiz – die Partie, die aus hiesiger Sicht die wichtigste des gesamten Achtelfinals ist.
Zur Personallage: Sowohl Arias als auch Richard Ríos stehen nach ihren Verwarnungen gegen Ghana bei je einer Gelben Karte – die nächste Verwarnung würde eine Sperre bedeuten. James Rodríguez wird als fit und einsatzbereit geführt.
Dafür: Diese Ergebnisse haben sportliche Substanz
Es lässt sich gut argumentieren, dass der 3. Juli mehr als reine Zufallsergebnisse geliefert hat.
- Argentinien kam trotz schwacher Leistung weiter. Genau das zeichnet Turniermannschaften aus: An einem schlechten Tag nicht auszuscheiden, ist eine Qualität für sich. Romeros Kopfball nach Messi-Ecke war kein Zufall, sondern Standard-Effizienz.
- Ägypten hat den mentalen Schritt gemacht. Ein Penaltyschiessen zu gewinnen, ist auch eine Frage der Nervenstärke – und Salahs verwandelter Elfmeter unter Druck spricht für die Reife der Mannschaft.
- Kolumbien war schlicht die reifere Mannschaft. Ein frühes Tor, dann kontrollierte Verwaltung – das ist kein Losglück, sondern ein Plan, der aufging.
Dagegen: Ohne die K.-o.-Lotterie sähe das Feld anders aus
Und trotzdem – die Gegenrede ist mindestens so stark.
- Zwei von drei Spielen gingen über die Normalspielzeit hinaus. Verlängerung und Penaltyschiessen sind statistisch Münzwürfe. Australien war gegen Ägypten näher am Weiterkommen, als es das Resultat sagt.
- Argentinien überzeugte nicht. Ein 3:2 nach Verlängerung gegen einen WM-Debütanten ist für einen Titelverteidiger ein Warnsignal, kein Statement.
- Die Quotenbewegung ist gering. Dass sich Argentiniens Siegquote nur um 0.40 verkürzte, zeigt: Der Markt liest den Auftritt als „durchgekommen“, nicht als „überzeugt“.
- Die Runde der letzten 32 ist komplett; das Achtelfinal-Feld der WM 2026 steht.
- Argentinien musste gegen Kap Verde in die Verlängerung, gewann 3:2 durch Romero (111.).
- Ägypten schlug Australien im Penaltyschiessen und feiert seinen ersten K.-o.-Sieg bei einer WM.
- Kolumbien gewann 1:0 gegen Ghana und trifft im Achtelfinal auf die Schweiz (7. Juli).
Mythos und Realität
Mythos: „Argentiniens Zittersieg zeigt, dass der Titelverteidiger schwächelt und die Quote steigen müsste." Realität: Der Markt hat genau das nicht getan. Argentinien verkürzte sich von 5.10 auf 4.70 – ein einzelnes mühsames Spiel gegen einen Aussenseiter ändert die Titel-Wahrscheinlichkeit kaum, weil das Weiterkommen selbst mehr zählt als die Höhe des Sieges.
Mythos: „Ägypten kann als Geschichtsschreiber jetzt auch Argentinien ärgern." Realität: Für das Achtelfinal am 7. Juli wird Ägypten mit einer Aussenseiter-Quote um 9.50 geführt, Argentinien mit rund 1.34. Ein emotionaler Erfolg in einer Runde übersetzt sich nicht automatisch in eine realistische Chance in der nächsten.
Eine Dezimalquote von 4.70 (Argentinien Turniersieger) bedeutet rechnerisch: Ein Einsatz von 20 CHF ergäbe im Erfolgsfall eine Auszahlung von 94 CHF (Einsatz inklusive), also 74 CHF Gewinn. Die Quote 4.70 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von rund 21 Prozent. Dieses Beispiel dient nur der Veranschaulichung und ist keine Empfehlung.
Wichtig: Die genannten Quoten stammen von internationalen Buchmachern (FanDuel / FOX Sports-Zusammenfassungen, Stand 4. Juli 2026 rund 09:00 ET) und sind einzelne Momentaufnahmen, kein Marktdurchschnitt. Sie können von den Quoten bei Sporttip – dem einzigen in der Schweiz lizenzierten Anbieter – abweichen. Quoten ändern sich während eines laufenden Turniers schnell.
Fazit
Der 3. Juli hat das Achtelfinal-Feld der WM 2026 vervollständigt – mit zwei Dramen und einem stillen Arbeitssieg. Unser Verdikt: Die Ergebnisse haben Substanz, aber weniger, als die Schlagzeilen vermuten lassen. Argentinien ist weiter, ohne zu überzeugen; Ägypten hat einen historischen, aber schwer wiederholbaren Moment erlebt; Kolumbien war schlicht die reifere Mannschaft und ist damit ein ernstzunehmender Schweizer Gegner. Für die Wett-Einordnung heisst das: Nicht die Emotion der einzelnen Nacht, sondern die nüchterne Bracket-Lage der nächsten Tage zählt. Wer den Überblick sucht, findet die Marktlogik unter Welche WM-2026-Quoten stimmen? und die grosse Titelfrage unter Wer gewinnt die WM 2026?. Argentiniens Sonderfall vertieft Bleibt Argentinien der Champion?.
Welche Spiele fanden am 3. Juli 2026 bei der WM statt?
Die letzten drei Partien der Runde der letzten 32: Argentinien – Kap Verde (3:2 n.V.), Australien – Ägypten (1:1 n.V., 2:4 i.E.) und Kolumbien – Ghana (1:0).
Wer steht nach dem 3. Juli im Achtelfinal?
Das komplette Achtelfinal-Feld der letzten 16 steht. Die drei am 3. Juli qualifizierten Teams sind Argentinien, Ägypten und Kolumbien.
Gegen wen spielt die Schweiz im Achtelfinal?
Gegen Kolumbien, am 7. Juli 2026 im BC Place in Vancouver.
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Erstellt von der Redaktion von „WM 2026 Wetten“.
